Planet Cruiser.

Moremi – Savuti – Chobe.

02.12. – 07.12.14 (Tag 79 – Tag 84)

Bevor wir uns auf den Weg in das Moremi Wildlife Reserve machen, kaufen wir hier in Maun noch schnell einen dritten Reservekanister. MUZ wird vollgetankt und inkl. der drei Kanister haben wir jetzt 150 Liter Diesel an Bord. Schließlich geht es ja vom Moremi über Savuti im Chobepark rauf bis nach Kasane (ca. 380 km ohne Pirschfahrten). Auf dieser ganzen Strecke gibt´s keinen Sprit mehr, sondern nur viele Sandpisten, auf denen MUZ sicherlich ein paar Liter mehr als gewöhnlich schluckt.

Natürlich kommen wir von Maun erst mal wieder gegen Mittag los, da wir ja noch die Campsites für die Parks vorbuchen müssen – wie in Botswana leider üblich. Mann oh Mann, das war eine ordentliche Rennerei: Drei verschiedene Campsites bedeutet natürlich drei verschiedene Büros. Und wer glaubt, dass die Buchungsbüros leicht zu finden sind, weit gefehlt. Gut versteckt, teilweise ohne Schilder muss man schon mal länger suchen.

Wieder gut klimatisiert erreichen wir gegen 14:00 Uhr bei 38° im Schatten das South Gate des Moremi Wildlife Reserves. Dieses Schutzgebiet wurde 1963 gegründet und ist Teil des weltberühmten Okavangodeltas. Der Okavango entspringt im angolanischen Hochland und ist mit 1600 km der drittgrößte Fluss im südlichen Afrika. Die Besonderheit ist, dass dieser mächtige Fluss keinen Weg ins Meer findet, sondern sich in der sandigen Kalahari ergießt. Dabei bildet er das größte Binnendelta der Welt – ein Naturwunder ungefähr so groß wie Schleswig-Holstein.

Auf dem Weg zu unserer gebuchten Campsite Xakanaxa für die nächsten zwei Nächte begegnen wir schon einigen Tieren. Bei der sogenannten Third Bridge taucht MUZ zwar nur ein wenig ins Wasser ein, aber die wackelige Brückenkonstruktion ist trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Einmal von den Balken abgerutscht, wäre ein Weiterkommen erstmal unmöglich. Aber… klappt alles wunderbar.

kIMG_4969kIMG_4427 kIMG_4491 kIMG_4481 kIMG_4593kIMG_4436Auf der Xakanaxa Campsite mit insgesamt 10 großzügigen Stellplätzen, die direkt an einer Lagune liegen, gefällt es uns sehr gut. Außer uns ist nur noch ein deutsches Paar ein paar Stellplätze weiter. Wir genießen die Ruhe, Einsamkeit und die tolle Natur, aber auch der große Berg Schmutzwäsche muss mal wieder erledigt werden. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass einem ein paar Dickhäuter in die Quere kommen. Manchmal spazieren Elefanten ein paar Meter neben dem Waschhaus vorbei oder ein Hippo stapft uns quasi fast durchs „Esszimmer“ während wir beim Frühstücken sind. Nachts hören wir auch immer wieder die Löwen brüllen, aber tagsüber sind sie einfach zu gut versteckt und wir bekommen die „Brüller“ leider nicht zu Gesicht.

kIMG_4581 kIMG_4537 kIMG_4535 kIMG_4446Nach zwei sehr schönen und erholsamen Tagen verlassen wir heute die Xakanaxa Region und fahren in Richtung North Gate. Auf unserem Weg machen wir noch einen Abstecher bei den sogenannten Paradise Pools, einer landschaftlich wirklich sehr beeindruckenden Ecke des Parks.
Das letzte Stück fahren wir meistens direkt am Khwai River entlang. Wir halten auch mal an einem „Hippo Pool“ an. Normalerweise liegen die mächtigen Kolosse ja meistens etwas träge im Wasser. Hier haben wir aber das Glück und erleben einen Kampf zwischen zwei Schwergewichtern.
Auf unserer Campsite, die auch direkt am Khwai liegt, bekommen wir auch immer wieder Besuch von Elefanten.

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Nach einer unruhigen Nacht, da wir viel Elefantenbesuch hatten, starten wir trotzdem zeitig in Richtung Savuti. Gegen Mittag erreichen wir unseren Stellplatz und wundern uns erstmal, dass sich dort ein Pärchen breitgemacht hat. Nach einem kurzen Gespräch haben wir erfahren, dass ihre gebuchte Campsite gestern belegt war und sie deshalb auf diesen gegangen sind. Aber natürlich machen sie den Platz frei und ziehen jetzt auf ihren gebuchten Platz um.
Von wegen…..sie wollten einfach nur auf unserem Platz stehen, da es einfach der schönste mit Blick auf den Savuti ist.
Die beiden sind eh etwas verpeilt und fragen uns, ob wir wüssten, ob sie in ihrem Mietwagen einen Doppeltank haben. Meine Güte, was für eine dumme Frage, das klärt man doch mit seinem Autovermieter.
Tom checkt es kurz und gleich ist klar…Nein, kein Doppeltank und der Tank nur noch halb voll. Wie kann man den so doof sein und eine Tour von Maun nach Savuti machen ohne sich Gedanken über den Sprit zu machen?
Aber gut für uns, wie verkaufen ihnen unseren dritten, leeren Kanister, den wir eh nicht mehr brauchen und raten ihnen, bei den Wildhütern nach Diesel zu fragen.

Am späten Nachmittag gehen wir auf die „Pirsch“ obwohl wir schon sehen, dass ein Gewitter im Anmarsch ist. Eine tolle Stimmung, die wir da erleben. Als es ordentlich blitzt und kracht merken wir auch, dass sich die Tiere nicht so ganz wohlfühlen und sich lieber ins Gebüsch verziehen.
Als das Gewitter vorbei ist und sich noch eine schöne Abendstimmung einstellt, beobachten wir unter anderem noch eine große Elefantenherde, die aus der Ferne auf uns zukommt und im Savuti baden geht.

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Nach dem Frühstücken findet Markus auch wieder unsere faltbare Abspülschüssel im Gebüsch (ja, das Teil ist schon wichtig, ohne ist das Abspülen ziemlich schwierig). Gestern Abend nach unserem Game Drive waren wir noch ziemlich sauer, dass die uns jemand geklaut hat.
Aber wahrscheinlich war es nur mal wieder ein frecher Affe, der das Teil verzogen hat.
Gut, dass wir dieses wieder haben.

kIMG_5060Bei einem kurzen Game Drive am Morgen begegnen wir einem Babyelefanten, der seine Herde verloren hat. Für einen kurzen Augenblick meint er wohl, dass MUZ ein Herdenmitglied ist. Er kommt herbeigeeilt und schnuppert das Auto erwartungsvoll ab. Traurig weicht er wieder zurück und rempelt uns immer wieder an.
Wir sind sehr betroffen und hoffen stark, dass seine Herde ihn vielleicht doch noch wiederfindet.

kIMG_5048 kIMG_5052Danach starten wir die letzte Etappe durch teilweise tiefe Sandpassagen in Richtung Kasane.
Hier verbringen wir zwei gemütliche Tage bei sehr schwülheißem Wetter. In den Park an der Chobe Riverfront gehen wir nicht, da wir hier schon vor zwei Jahren waren. Dafür gönnen wir uns noch eine Bootsfahrt auf dem Chobefluss, bevor es morgen (Montag, 08. Dezember) schon wieder in ein neues Land geht. Auf nach Zimbabwe.

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Fazit Botswana:
Wir haben Botswana ja bereits vor zwei Jahren bereist. Es ist immer wieder ein faszinierendes Land mit unglaublichen Landschaften und enormen Tierreichtum. Dieser Schätze ist sich das Land sehr bewusst und vermarket sie auch entsprechend. Man merkt immer deutlicher, dass Botswana sein Hauptinteresse auf das zahlungskräftige Klientel in den hochpreisigen Lodges ausgerichtet hat. Individualreisenden mit kleinerem Geldbeutel wird es da teilweise schon etwas schwer gemacht.
Auch wenn der Hype um das ein oder andere Nature Reserve wohl etwas aufgebauscht wird, haben wir die Zeit in Botswana sehr genossen und es war jeden Pula für uns wert.

3 Kommentare

  1. Renate Doktor-Froben

    Ein Wahnsinn, diese tollen Nahaufnahmen von den Tieren, diese Landschaft und Stimmung und Eure spannenden Erzählungen. Ich freu mich für Euch. Ich bewundere aber auch Euch, wie ihr das alles meistert. Das mit dem Sprit und Reservekanister würde uns wahrscheinlich auch passieren. Vielleicht waren die Zwei das erste Mal unterwegs, da schätzt man die km-Entfernung und Verbrauch nicht so ein wie Ihr Zwei. Ihr seid halt schon Profis! Bis bald und gute Weiterfahrt und tolle Erlebnisse. Pluto geht es super gut. Am Wochenende ist Julischka wieder bei uns. Dann ist er nicht so allein.

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