Planet Cruiser.

Kroatien 2.0

Gefühlt kaufen wir mal wieder ein, als ob wir für 1 Monat in die absolute Wildnis fahren. Dabei wollen wir doch nur eine Woche in Kroatien campen.

Bis dann MUZ wieder mit allem Nötigen gepackt und Pluto verstaut ist, ist es doch schon wieder 12:00 Uhr Mittags.

Aber der Verkehrsfunk meldet keine Staus in unserer Richtung. Schließlich ist ja Ferienende und somit fahren ja alle in die andere Richtung.

Dachten wir!

Na toll. Gleich nach wenigen Kilometern, also am Kreuz München Süd, erwischt uns der erste Stau. Toll. Weder Navi noch Radiosender meldet irgendetwas.
Wir wundern uns schon etwas, dass so viele Autos und auch unsere geliebten Wohnmobile, auch „weiße Särge“ bei uns genannt, Richtung Süden unterwegs sind. Aber klar, nicht nur wir, sondern auch zahlreiche Rentner in ihren Hymern und Dethleffs warten das Ferienende ab.
Wir wollten heute eigentlich noch bis Slowenien kommen. Da der Verkehr sich aber einfach nicht entspannt, beschließen wir kurzerhand, bei Markus’ Eltern vorbei zu schauen. Liegt ja Gott sei Dank auf dem Weg und so bleiben wir die erste Nacht also nicht in Slowenien sondern schaffen es gerade mal an den Chiemsee.

Also, neuer Tag, neues Glück. Wir überlegen nochmal kurz…. Gardasee oder ans Meer?
Wir entscheiden uns für Meer, also Kroatien.
Heute starten wir ja schon mal 100 km weiter südlich. Es geht einigermaßen voran, aber an jeder Mautstation merken wir…. verdammt viele Wohnmobile mit unseren ach so armen Rentnern unterwegs. Das kann ja heiter werden.
Egal, wir ziehen das durch. Augen zu und durch….

Irgendwann klappt es auch mit dem Verkehr ganz gut und wir erreichen gegen 14:00 Uhr den Campingplatz auf der Insel Krk, den wir uns vorher im Internet angesehen haben und ihn auch als ganz schön empfunden haben. Laut Online Reservierungssystem sollen auch einige Plätze, auch direkt am Wasser, noch frei sein.
http://www.kamp-glavotok.hr/de/

Doch schon beim Parken merken wir, shit, das ist wohl ziemlich voll hier.
Egal, wir schauen uns trotzdem mal um.
Was uns sehr schnell auffällt sind die vielen „Hunde nicht erlaubt Schilder“. Es gibt einen kleinen Bereich am Strand, der als Hundestrand ausgeschildert ist. Doch der Bereich stellt sich schnell als Witz heraus. Mehr als ein Felsen ist das nicht.
Irgendwie sind wir uns sehr schnell einig, dass dieser Campingplatz, der übrigens super voll ist, nichts für uns ist und wir ziehen ein wenig frustriert wieder davon.

Auch der nächste Campingplatz, den wir uns auf der anderen Seite der Insel anschauen, ist komplett voll. Was ist denn hier los? Wir dachten, die Ferien sind zu Ende. 
Sind sie auch, aber es sind dann doch sehr viele Urlauber ohne schulpflichtige Kinder unterwegs.
Langsam haben wir auch keine Lust mehr und wir steuern einen ganz kleinen Campingplatz an, der nicht am Meer liegt. dies ist eher so, wie bei jemand privat im Garten zu campen.
Wir haben Glück und bekommen noch einen Platz, auf dem wir auch die Möglichkeit haben, unser Dachzelt aufzuklappen.
Einziger Nachteil…. kaum sitzen wir, werden wir von Moskitos regelrecht aufgefressen…. Also, schnell einsprühen…. aber war schon zu spät. wir sind ordentlich zerstochen.

Wir wollen noch ein wenig mit Pluto spazieren gehen. Viel Bewegung hatte der arme Kerl ja noch nicht heute.
Also machen wir uns auf zur Strandpromenade.
Was wir da an absurder „Urlaub“ Hässlichkeit zu sehen bekommen, ist kaum in Worte zu fassen. Leider leider haben wir keine Kamera dabei.
Auf einer kompletten Länge des Campingplatzes am Meer ist der „Strand“ einfach mal betoniert worden. Sehr schön, sich hier direkt neben den Weg zu legen. Aber es gibt so viele, die genau das tun. Und auf der anderen Seite des Weges, hinter einem netten Zaun, sitzen dicht an dicht unsere ach so geliebten Womo-Camper an ihren mit Gartenzwergen und Geranien geschmückten Wohnmobilen um sich das Treiben an der Strandpromenade anzuschauen.

Wir haben noch nie so was frustrierendes im Urlaub gesehen. Wir müssen uns direkt noch bei einer Bar kurz auf eine Cola hinsetzen und diese Bilder beobachten, denn sonst glauben wir es kaum.

Wir wissen, hier müssen wir morgen weg….. Aber wohin?

Heute schauen wir uns auf der Insel noch 2 weitere Campingplätze an. 
Alle komplett überfüllt und was soll man sagen, einfach nur schrecklich. Eigentlich hätte es uns ja klar sein müssen, dass Campen auf einem Campingplatz in Südeuropa absolut nichts für uns ist.

Wir entscheiden, unser Glück in Istrien zu versuchen. Dort waren Markus´ Bruder und Schwägerin auf einem Campingplatz, der auch laut Internet sehr groß ist.
http://www.camping.hr/de/campingplatze/indije
Wir hoffen einfach mal, dass wir durch die Größe dort einfach ein ungestörtes Plätzchen irgendwo finden können.
Nachdem wir uns ein wenig umgesehen haben, finden wir auch einen netten Stellplatz,  der, so hoffen wir, ruhig ist und trotzdem einen Blick aufs Meer bietet.
Neben unserem Platz geht eine Treppe von dem terrassenartig angelegten Campingplatz runter. Und somit erregen sowohl Pluto als auch unser MUZ  immer wieder das Interesse der anderen Urlauber.
Aber im Großen und Ganzen muss man sagen, sind alle, die vorbei gehen und uns ansprechen, eigentlich ganz nett.

Wir bleiben vier Nächte auf dem Stellplatz. Da dann auch hier das Wetter umschlägt, beschließen wir, schon am Freitag heim zu fahren.

Alles in allem waren es zwar ganz nette Tage. Es war schön, mal wieder im Dachzelt zu schlafen und in alten Erinnerungen an unser großes Abenteuer zu schwelgen.
ABER … für uns kommt campen, zumindest in Kroatien, so schnell nicht mehr in Frage.
Leider ist Wildcampen in Kroatien mittlerweile komplett verboten und wird auch kontrolliert. Somit ist man darauf angewiesen, auf einem offiziellen Campingplatz zu stehen. Und diese sind fast ausschließlich rießen groß und überwiegend mit Wohnmobilen und deren typischen Besitzern „belagert“

Aber es gibt ja noch andere Ziele in Europa…. die bekommen schon noch eine Chance 🙂

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