Planet Cruiser.

Welcome Kenia. Fast schon unsere zweite Heimat.

30.01.15 – 02.02.15 (Tag 138 – Tag 141)

Da Julie und Peter auch nach Kenia fahren, um in zwei Wochen zum Chinesischen Neujahr für 4 Wochen nach Hong Kong zu fliegen, beschließen wir, ein wenig gemeinsam weiter zu reisen.
Wir entscheiden uns für den „kleinen“ Grenzübergang zwischen Uganda und Kenia bei Busia.
Doch von Beschaulichkeit und geordnetem Ablauf keine Spur. Dieser Grenzübertritt ist für uns der anstrengendste auf unserer bisherigen Reise. Und es liegt nicht an unserer Tagesverfassung oder an der Tatsache, dass es mittlerweile der 9. Grenzübertritt in Afrika ist. Vielleicht aber mitunter daran, dass der Hauptgrenzübergang zwischen den beiden Ländern aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls komplett gesperrt ist.
Die Ausreise aus Uganda verläuft zügig und problemlos.

Dann zur Einreise nach Kenia.
Kurzer Fieberscan wegen Ebola, Prüfung der Gelbfieberimpfung im Impfpass und das Ausstellen der Visa verläuft wahnsinnig schnell und in einem richtig modernen Gebäude (für afrikanische Verhältnisse).

Dass man bei keiner Grenze in Afrika auf Anhieb weiß, wo was zu erledigen ist, sind wir ja mittlerweile gewohnt. Also, Markus sucht die „Zoll-Hütte“ und wird sogar noch relativ schnell fündig. Die Dame stempelt zwar zügig das Carnet de Passage ab, dann heißt es Roadtax bezahlen. Und so geht die Rennerei los. Die Zollbeamtin behält Markus’ Führerschein und schickt ihn zum Bezahlen der 40 US$ Roadtax zur „Kassen-Hütte“ gegenüber. Dort wiederum wird aber nur ein weiterer Zettel ausgefüllt und es heißt, „bitte den Betrag bei der National Bank bezahlen“. Schön und gut, aber wo ist die bitte? „Only 200m on the left“. Also gut, Markus und Peter machen sich auf die Suche nach der Bank. Es ist stechend heiß und es herrscht das absolute Chaos. Überall LKWs, Mopeds, Staub und der Weg nimmt kein Ende. Nach einem gefühlten Kilometer und 40 Min. später kommen Markus und Peter etwas gestresst und genervt zurück und wir erhalten das Roadtax-Dokument samt Führerschein und es kann weitergehen.

KeniaIMG_5052 KeniaIMG_5049 Kenia2 KeniaIMG_5064Wir fahren bis Kisumu, der drittgrößten Stadt Kenias und brauchen erstmal eine kurze Pause. Julie und Markus besorgen SIM Karten, danach gibt es noch zur Stärkung der Nerven einen ordentlichen Schokokuchen mit endlich mal wieder richtig gutem Kaffee.
Und dann geht es auch schon weiter zu unserem heutigen Tagesziel, die 55.000 Einwohner zählende Stadt Kericho. Sie ist das Zentrum der wichtigsten afrikanischen Teeanbauregion. Wir wollen, wie soll es auch anders heißen, auf dem Gelände des „The Tea Hotel“ campen. Das 1952 eröffnete Hotel hat auch schon bessere Zeiten erlebt, aber die Wiese zum Campen ist für uns ok. Das Restaurant sieht immer noch aus wie vor 60 Jahren und ist nicht wirklich einladend. Somit beschließt Julie, uns mit einem chinesischen Abendessen zu verwöhnen. Was sie in der kurzen Zeit leckeres zaubert, sensationell. Herzlichen Dank dafür. Jetzt wird es wirklich Zeit, dass wir uns revanchieren.

Heute wollen wir, bevor wir weiter fahren, noch in Kericho unseren Reifen reparieren lassen. Wir haben bereits im „The Haven“ in Uganda gemerkt, dass wir hinten links ordentlich Luft verlieren. Beim Überprüfen konnten wir jedoch kein Loch feststellen. Lediglich hatten wir das Gefühl, dass vielleicht das Ventil etwas Luft verliert. Also, auf zur nächsten Tankstelle. Sollte ja nicht lange dauern, denken wir. Julie und Peter fahren schon einmal voraus Richtung Nakuru.
Aus den angekündigten 30 min. werden schließlich 5 Stunden! Wir haben mal wieder kein normales Loch im Reifen wie man es für gewöhnlich in Afrika des Öfteren hat. Nein, wir haben ein winzig kleines Loch in der Felge. Wie auch immer das passieren konnte, sie versuchen die Felge wieder dicht zu schweißen. Währenddessen lassen wir gleich noch alle Bremsbeläge erneuern. Die waren alle vollkommen runter gefahren.

Kenia4 Kenia3Jetzt müssen wir uns aber beeilen. Zum einen, dass wir noch in den Lake Nauru National Park dürfen, bevor das Gate zu macht, zum anderen haben wir Peter und Julie versprochen, heute noch zu kochen. Das heißt aber auch noch Einkaufen in Nakuru.

Die 107 km nach Nakuru und auch den Einkauf schaffen wir recht zügig. Da der Park ja direkt an die Stadt grenzt, sollte man meinen, ist das Gate jetzt eigentlich in greifbarer Nähe. Wäre da nicht der typisch afrikanische Verkehrswahnsinn in den Städten. Wir kämpfen uns tapfer durch das Chaos von Kreisverkehr zu Kreisverkehr und erreichen noch rechtzeitig das Gate.

Kenia7Wir geben Gas um noch im letzten Licht bei Julie und Peter auf der Campsite anzukommen. Erstmal beruhigen wir den ersten Hunger mit Käse, Oliven und Salami, während wir schnell Spaghetti Bolognese kochen.

Wir verbringen noch einen schönen Abend am Lagerfeuer. Dieses Mal zwar ohne Löwenbesuch (wie bei unserem letzten Lake Nakuru Besuch), dafür aber schauen reichlich Büffel auf unserer Campsite vorbei

Heute Morgen starten wir gemeinsam nach einem kurzen Frühstück zu einem Game Drive. Der Lake Nakuru hat noch mal einen höheren Wasserstand als vor eineinhalb Jahren. Viele Wege sind nicht passierbar und selbst das Gate musste vorübergehend verlegt werden.
Aufgrund des vielen Wassers ist eine Hauptattraktion des Parks, die tausenden Flamingos, leider nicht mehr so zahlreich vorhanden.

Dennoch ist der Park auf jeden Fall eine Reise wert, auch wenn mittlerweile vielleicht der Status „Premiumpark“ mit seinem hohen Eintrittspreis von 80 US$ pro Person nicht mehr gerechtfertigt ist. Als Resident zahlt man umgerechnet gerade mal ca. 10 Euro Parkeintritt. Wir haben es zwar mit Engelszungen versucht, schließlich sind wir ja schon fast Resident, aber die Dame am Parkgate ist leider hart geblieben.

KeniaDSC09420 KeniaIMG_8781 KeniaIMG_8840 KeniaIMG_8812 KeniaIMG_8734 KeniaIMG_8712 KeniaDSC09478 KeniaDSC09475 KeniaIMG_8701Nachdem wir bereits am Morgen gesehen haben, dass der Reifen mit der reparierten Felge schon wieder Luft verliert, wollen wir lieber unseren neuen Ersatzreifen von hinten montieren und auf der anderen Seite den Reifen vom Dach auf die Felge ziehen lassen.

Markus lässt sich noch schnell in Nakuru die Haare schneiden, war nach der langen Zeit auch dringend nötig. Mit neuem Haarschnitt und neuen Reifen fahren wir zum Lake Naivasha.

Hier verbringen wir zwei ganz entspannte Tage, lassen mal wieder die Seele baumeln und machen gemeinsam mit Peter und Julie eine kleine Bootstour auf dem Naivashasee. Auch versuchen wir uns darüber klar zu werden, wie unsere weitere Reise aussehen kann. Von Kenia weiter nach Äthiopien? Dazu müssten wir unsere Pässe nach Deutschland schicken, da die Botschaft in Kenia keine Visa mehr ausstellt. Außerdem erscheint uns Äthiopien, so schön wie das Land sein soll, gerade zu anstrengend. Aber unsere Meinung ändert sich momentan täglich.

Oder sollen wir MUZ in den Oman verschiffen?
Oder sollen wir MUZ nach Hause verschiffen und die restliche Zeit in Thailand verbringen?

KeniaIMG_0004 KeniaIMG_9015 KeniaIMG_9045 KeniaIMG_1491 KeniaIMG_9005 KeniaIMG_8999 KeniaIMG_9053Morgen, Dienstag, 03.02. geht es erst einmal in unsere heiß geliebte Masai Mara. Wir freuen uns schon lange darauf, in diese tolle Gegend zu reisen. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

5 Kommentare

  1. Renate Doktor-Froben

    Trotz Stress und riesigen Verkehr auf den Straßen wieder wunderschöne Fotos und schöne Augenblicke, die ihr erleben durftet. Schöne Weiterreise, ganz gleich wie Eure Entscheidung ausfällt. Ganz liebe Grüße aus dem eisigen und nebligen Erlstätt!

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  2. Knossalla manfred und ilse

    Hallo ihr zwei weltenbummler Schön zu wissen dass es euch gut geht und ihr wiederum interessante etappen hinter euch habt eure berichte und bilder haben uns sehr fasziniert. Hoffe eure pannen bleiben auf dem zurückliegenden niveau beschränkt. Machts weiterhin gut wo auch immer ihr seid. Dir markus gratulieren wir auf diesem weg ganz herzlich zu deinem 40 geburtstag Feiert schön vor ort. Wir werden im nachhinein mit dir darauf anstossen. Ganz herzliche grüsse Von manfred und ilse Passt auf euch auf !! Bis bald

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  3. Renate Doktor-Froben

    Auf diesem Weg auch nochmals alles Gute zu Deinem Geburtstag lieber Markus, mögen in diesem Jahr all Deine Wünsche in Erfüllung gehen. Das wünschen Dir von Herzen Mam, Bernd und natürlich Euer Pluto, der sich schon sehr auf Euch freut. Weiterhin gute Reise, ganz gleich wohin Euch der Weg führt.

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    • Vielen lieben Dank für die Glückwünsche und das Geschenk. Habe einen tollen Tag verbracht. Hat gar nicht weh getan, 40 zu werden. Frühstück am Strand, Massage, Relaxen in der Hängematte und Abends schön Essen gegangen. Was will man mehr.

      Nur paar Freunde und natürlich die Familie fehlte…. Aber holen wir einfach nach.

      Liebe Grüße

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