Planet Cruiser.

Bye bye Andrea. Bye bye Namibia.

20.11. – 24.11.14 (Tag 67 – Tag 71)                                                               

Schon brechen die letzten Tage unserer gemeinsamen Tour mit Andrea an. Nach schönen, aber auch anstrengenden Tagen im Kgalagadi Transfrontier Park wollen wir noch zwei Tage auf dem Weg Richtung Windhoek campen.
Bevor wir über Mata Mata wieder einreisen, verstecken wir noch unsere letzten Milch- und Fleischprodukte in den Untiefen von MUZ. Selbst unsere Alkoholreste – auch wenn es gar nicht mehr so viele sind – wandern in die hintersten Ecken unserer beiden Karren.
Die Aktion wäre gar nicht nötig gewesen, denn die Beamtin am Grenzposten Mata Mata wirft gar keinen Blick in unsere Fahrzeuge. Somit erfolgt die Wiedereinreise nach Namibia schnell und problemlos.

Das Ziel unserer heutigen Strecke soll das Red Dune Camp sein. Wir haben schon viel über die Stellplätze auf den Dünen gehört und gelesen. Wir hoffen, dass ein Stellplatz frei ist und sind gespannt, wie die Anfahrt auf die Düne klappt.
Wir haben Glück und nur einer der vier Plätze ist gebucht. Markus fährt das letzte Stück zum Stellplatz lieber mal mit Andrea mit. Bei den Dünen angekommen, merken wir gleich, dass diese nach den Erfahrungen der letzten Tage keine große Herausforderung mehr darstellen.
Zwar bleibt Andrea einmal kurz im Sand stecken, da ihr einfach nur der Schwung gefehlt hat, aber mit einmal Zurücksetzen und Untersetzung (ja, Andrea fährt mittlerweile nicht nur Allrad, sondern auch mit Untersetzung) packt sie das „Dünchen“ doch mit Leichtigkeit. Kein Problem! Da hätten wir ja nicht mal Luft ablassen müssen.

Als wir ankommen, ist es gerade Nachmittag und wir sind heilfroh um das Schattendach auf der Düne. Aber der Blick vom Stellplatz und auch beim Duschen über den roten Sand der Kalahari ist einfach wunderschön.

kIMG_3811Für die letzte Campingnacht mit Andrea haben wir uns die Campsite der Bagatelle Lodge ausgesucht. Ein wenig Luxus mit eigenem Bad und fließendem Wasser darf ja zum Abschluss ihrer Reise auch noch sein. Wir haben vor 3 Jahren dort unsere allererste Nacht überhaupt in einem Dachzelt verbracht.
Da es tagsüber hier auch wieder brutal heiß ist, bleibt uns erstmal nichts anderes übrig, als uns im Schatten in die Hängematte zu legen und Vier von uns zu strecken. Selbst das kann bei den Temperaturen schon anstrengend genug sein.
Den letzten gemeinsamen Campingabend genießen wir nochmal mit einem tollen Sonnenuntergang und wie immer einem leckeren Sundowner. Fast wäre es uns gelungen, Andreas „rolling bar“ komplett zu leeren, aber ein paar Überreste gehen weiter mit uns auf Reisen.
Der Amarulo – ähhh – Amarulaaaa (insider), der ist natürlich bis auf den letzten Tropfen leer.

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Heute ist Samstag und wir starten unsere letzte gemeinsame Etappe mit Andrea und fahren die verbleibenden 300 KM nach Windhoek.
Wir haben für die letzte Nacht zwei Zimmer im Kashima Guesthouse gebucht. Als wir dort ankommen, erkennen wir die liebenswerte Besitzerin Jeanette gleich wieder. Hier waren wir nämlich auch schon vor drei Jahren zu Gast. Aus dem damals kleinen Ridgebackwelpen ist eine stattliche, wunderschöne Hundedame geworden und sie hat einen Kumpel aus demselben Stall bekommen. Beide Hunde begrüßen uns freundlich und wir sind natürlich hin und weg von ihnen. Und gleichzeitig vermissen wir in diesen Momenten unseren Pluto ganz stark. Aber wir wissen ja, dass es ihm gut geht und wir werden auch regelmäßig mit netten Bildbeweisen versorgt.

Um 16:00 Uhr begleiten wir Andrea zum Autovermieter für die Abgabe ihrer Karre. Und natürlich hat der Autovermieter nichts am Auto auszusetzen. Die Bruchbude innen (defekter Kühlschrankstecker, Schubladen nicht mehr ausziehbar, ….) war ja schließlich schon. Ansonsten…. Fatima, gut gemacht!

Nachdem die Stellenbosch Weinbar leider keinen Tisch mehr für uns hat, beschließen wir auf Empfehlung von Jeanette, den letzten gemeinsamen Abend im NICE, einem Ausbildungsrestaurant ausklingen zu lassen.
Leider ist heute schon Sonntag und somit heißt es „Abschied nehmen“ von Andrea. Da sie aber erst gegen 14:00 Uhr zum Flughafen abgeholt wird, gehen wir noch einmal gemeinsam in die City und stöbern ein wenig in den Shops von Namcraft. Schließlich können wir ja Andrea nicht mit leerem Gepäck nach Hause schicken (bei der Ankunft war sie ja auch ziemlich bepackt). Somit wird noch fleißig für die Lieben zu Hause eingekauft.

Zurück im Gästehaus vergeht die Zeit wie im Flug. Und da leider der Airport Shuttle früher als angekündigt aufschlägt, bleibt uns auf einmal gar nicht viel Zeit, um uns ordentlich zu verabschieden. Aber vielleicht auch besser so. Ist ja schon traurig genug. Beim letzten Abschied war es ja nur für 6 Wochen. Aber mal sehen….. vielleicht besucht uns Andrea ja nochmal auf unserer Reise. Schön wäre es – denn wir müssen jetzt sagen: bye bye Andrea! Es war super mit dir!!! Werden die „rolling bar“, die „Hupe“ und ganz besonders DICH vermissen.

Bye_bye_Fatima

Heute am Montag geht es um 08:00 Uhr erst mal zur Werkstatt. Dort bekommt unser MUZ wieder mal neues Motorenöl verabreicht. Außerdem nützen wir auch noch den Tag, um anstehende Besorgungen bzw. Erledigungen in der Hauptstadt machen zu können. Unter anderem bekommt unser Dachzelt beim Einstieg ein neues Moskitonetz, da das bisherige wegen zu hoher Spannung schon ziemlich eingerissen war. Unseren letzten Abend in Namibia lassen wir nochmal in der Stellenbosch Bar ausklingen bevor es dann morgen früh nach Botswana weitergeht.

FAZIT Namibia:

Immer wieder schön zu bereisen und die Landschaften sind echt ein Traum. Auch beim Zweiten Mal sind wir von der Weite und der Einsamkeit begeistert – vor allem die großzügigen Campsites sind der absolute Traum.
Allerdings sind wir uns beide einig, dass uns Namibia das nächste Mal wieder während oder kurz nach der Regenzeit sehen wird. Der häufige starke Wind, die extreme Trockenheit und der ständige Staub können auf Dauer ganz schön anstrengend sein – wenn man so lange wie wir als Camper unterwegs ist und nicht in der feinen Lodge nächtigt.

Aber, lieber 5 Millionen Sterne am Himmel, als 5 Sterne an der Lodgetüre!!!

3 Kommentare

  1. Renate Doktor-Froben

    Ganz lieben Dank für das Überraschungspaket aus Afrika. Nur im Moment keine Sonne, nur Nebel, so dass wir die hübsche Lampe mit dem roten Sand und den tollen Steinen erstmal nur ohne Licht bewundern dürfen. Aber die Sonne kommt bei uns bestimmt auch bald wieder. Salatbesteck schon ausprobiert, Seife und Bodylotion verschönert unser Bad.
    Danke für die wunderschönen Bilder und die netten Berichte. Mit Andrea habe ich auch schon telefoniert. Sie vermisst Euch schon wieder und natürlich Afrika. Bis bald ihr Zwei und Bussis an Euch!

    Gefällt 1 Person

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