Planet Cruiser.

Zambia. Wir werden mit großen Augen angesehen.

14.12. – 19.12.14 (Tag 92 –Tag 98)

Nach rund 90 Minuten sind beide Grenzstationen erledigt. Das hat nun doch etwas länger gedauert, als gedacht. Man kann ja nicht wissen, dass Zimbabwe`s Posten momentan wegen Renovierungsarbeiten in Zelten untergebracht ist, die gerade keinen Strom haben und wir im Dunkeln sitzen. Aber, das ist so typisch Afrika. Immerhin war die Beamtin sehr freundlich und hilfsbereit und hat uns auch noch gezeigt, dass wir für die Police Clearance zum weißen Auto müssen. Hääähhh??? Ja, da sitzen doch glatt zwei Typen in einem der unzähligen parkenden Autos, die dann diese Polizisten mit dem nötigen Stempel sind. Irgendwann sind wir dann so weit und fahren hinüber nach Sambia. Dort werden wir vor der Grenzstation äußerst freundlich von einem Polizeibeamten begrüßt, der uns sogleich erklärt wo wir was alles zu erledigen haben (Immigration, Zoll, Versicherung und Roadtax). Im Büro der Einwanderungsbehörde wird gerade von allen Angestellten ganz fasziniert ein „Wrestling-Kampf“ im TV geschaut. Doch für afrikanische Verhältnisse recht schnell hat sich eine sehr nette junge Dame um unser Anliegen bemüht. Das hat dann aber auch wieder etwas länger gedauert, da sie noch gar nichts von dem ganz neuen KAZA-VISUM für beide Länder (ZIM+ZAM) wusste. Nach einigen Telefonaten (wahrscheinlich mit einem ihrer Vorgesetzten) war es auch ihr bekannt und wir konnten dann noch den ganzen anderen Kram erledigen. Blöderweise hat der Typ beim Zoll unser Carnet de Passage auch noch falsch abgestempelt. Zwar wieder korrigiert, aber hoffentlich gibt das dann bei der Ausreise keine Probleme. Ja, so ist das mit den afrikanischen Grenzübergängen – immer wieder anders und aufregend!

Gegen 15 Uhr fahren wir dann von der sambischen Grenzstation los. Kurz danach reißt die Wolkendecke immer mehr auf und die Sonne kommt wieder durch. Wir überlegen kurz, wie weit bzw. wohin wir fahren, und entscheiden uns, doch gleich die restlichen ca. 170 km bis nach Lusaka zu fahren. Kurz nach 18 Uhr erreichen wir dann das Eureka Camping südlich von Lusaka. Das ist nichts Besonderes, aber man trifft hier einige andere Reisende und es ist ja auch nur für eine Nacht als Zwischenstation gedacht.

Da wir ja nicht so lange in Zambia bleiben wollen und uns schon mehr in Richtung Malawi aufmachen wollen, starten wir recht früh vom Eureka Camping und machen uns auf die ca. 570 km lange Fahrt nach Chipata auf. Doch erst müssen wir uns durch die ganze Stadt mit ihrem enormen Verkehr quälen. Zwischendurch machen wir noch einen Stopp bei der größten Shopping-Mall von Lusaka. Hier kaufen wir noch Lebensmittel ein und genießen es auch mal wieder, in einem Cafe sitzen zu können und (fast) alles zu bekommen, wonach man sich dann doch manchmal so sehr sehnt (Schokocroissant, Baguette, leckere Sandwiches usw.).

kIMG_0011 kIMG_0007Schwupp, oh je, wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt haben wir so lange rumgesandelt, dass es schon kurz vor 12 Uhr ist. Und wir wollen doch noch bis nach Chipata kommen. Die ersten ca. 240 km bis zur Brücke über den Luangwa kommen wir recht flott voran. Aber danach hat die Straße immer wieder Beschädigungen bzw. Baustellen, so dass man leider nicht immer im gewünschten Tempo fahren kann. So kommt es, dass wir die letzten 120 km bis nach Chipata doch noch bei Nacht meistern müssen. Das ist nicht so einfach, man weicht bei stockfinsterer Fahrt ständig irgendwelchen Schlaglöchern und noch viel mehr den Leuten auf den Straßen aus. Gegen 20:30 Uhr erreichen wir endlich die Camping Site von „Mama Rula`s B&B“. Die Fahrt war so anstrengend, dass wir nur noch kurz was essen und danach gleich schlafen gehen.

kIMG_5678 kIMG_5683Spontan entscheiden wir uns heute, dass wir doch noch den South Luangwa National Park besuchen. Immerhin ist dies der bedeutendste Zambias und von Chipata aus sind es nur noch ca. 120 km auf einer mittlerweile sehr guten ausgebauten Teerstrasse. Bereits am frühen Nachmittag machen wir es uns auf der Campsite des Wildlife Camp`s direkt am Luangwa gemütlich. Wir können sowohl von unserem Stellplatz als auch vom Pool aus einige Tiere beobachten. Besonders oft werden wir von Elefanten besucht. Hier gefällt es uns so gut, dass wir beschließen gleich drei Tage zu bleiben, und Markus hat auch schon einen neuen Job gefunden.

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Und hier noch ein Bild für zwei besondere Menschen:

Gruß an Maria und Paul

Morgen (Freitag, 19. Dezember 2014) werden wir uns dann nach Malawi aufmachen. Dort werden wir Tom`s Geburtstag und wahrscheinlich auch Weihnachten gemütlich am Malawi-See verbringen.

 

Fazit Zambia:

Recht viel können wir über Zambia eigentlich nicht sagen oder ein Urteil abgeben, da wir ja nur einen kleinen Teil des Landes gesehen haben.
Die Menschen, die uns auf der Straße begegnet sind, winken weniger als in den vorangegangenen Ländern. Vielmehr schauen sie uns beim Vorbeifahren mit großen Augen an. Alle Leute, mit denen wir aber direkt Kontakt hatten, sei es die Obstverkäuferin, der Grenzbeamte, Parkranger oder Angestellte auf der Campsite. Alle sind immer absolut freundlich und persönlich interessiert.

Bei den Strecken, die wir gefahren sind, ist uns in erster Linie aufgefallen, dass hier wohl kein oder wenig Verständnis für Müll herrscht. Leider fällt uns im Vergleich zu den anderen bereisten Ländern der Müll am Straßenrand negativ auf.

Alles in Allem fanden wir das, was wir von Zambia gesehen haben sehr schön und insbesondere empfinden wir die Menschen des Landes als sehr ehrlich. Und das gefällt uns wirklich sehr gut.

 

4 Kommentare

  1. Renate Doktor-Froben

    Schön, dass alles gut gegangen ist an der Grenze, wieder ein interessanter Bericht mit tollen Fotos.
    Dir lieber Tom alles Gute und viel viel Glück und Gesundheit im nächsten Jahr wünschen Dir von Herzen Bernd und Renate. Bernd ist in Leverkusen, seiner Mutter geht es ganz schlecht. Er kommt aber heute Abend zurück.
    Pluto geht es sehr sehr gut, Er kennt jetzt schon alle Hunde in Wolkersdorf, Erlstätt und Umgebung. Aber im Großen und Ganzen will er am liebsten seine Ruhe und natürlich „Fressen und Streicheleinheiten“
    Euch weiterhin gute Fahrt und viele tolle Erlebnisse. Ein festes Drückerlie zu Deinem Geburtstag von uns allen!

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  2. Knosalla manfred und ilse

    Hallo ihr zwei weltenbummler. Ilse und ich hoffen dass ihr in den weiten afrikas etwas weihnachtliche gefühle habt Wir erwarten morgen schnee u dann mehrere tage frost. So dass der rutsch ins jahr 2015 gewährleistet ist. Euch noch viele tolle erlebnisse und mommente die positiv in eurererinnerung verankert bleiben. Bleibt gesund und geniesst eure reise Ganz herzliche grüsse von euren perlachern manfred und ilse. Bis bald

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  3. Renate Doktor-Froben

    Pluto war in Wolfratshausen dabei und ganz ganz lieb und brav. Sigi war ganz begeistert von Pluto.
    Noch eine wunderschöne Zeit bis zum Jahresende, wir melden uns noch davor. Ganz liebe Grüße auch von Christa aus Waging

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