Planet Cruiser.

Nord-Äthiopien. Grandiose Landschaften und Felsenkirchen.

15.03.15 – 26.03.15 ( Tag 175 – Tag 186)

Als wir heute unser gebuchtes Jazly Guesthouse in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba erreichen, freuen wir uns nach so langer Zeit über eine richtig heiße Dusche und eine schöne, saubere Toilette. Man wird mit der Zeit schon bescheiden, wobei man sagen muss, dass das Gästehaus absolut schön und geschmackvoll ist. Auch das Personal ist so nett und hilfsbereit, wir fühlen uns sofort wohl.

ÄthiopienIMG_0018Am nächsten Morgen machen wir uns mit dem Taxi des Gästehauses zuerst auf den Weg zum Geldautomat, was uns später noch einige Nerven kosten sollte. Danach kämpfen wir uns geduldig durch den Berufsverkehr bis ans andere Ende der Stadt zur sudanesischen Botschaft.

Auf der Botschaft hier in Addis läuft es etwas chaotischer ab als in Nairobi. Aber vielleicht haben wir dadurch auch eher Glück, ein Visum zu bekommen. Wir stellen uns brav in einer langen Schlange von überwiegend Frauen an, die scheinbar über den Sudan in ein arabisches Land reisen wollen und sich dort „irrtümlicherweise“ ein besseres Leben erhoffen.

Plötzlich werden wir nach vorne gewunken, wir grüßen mit einem freundlichen „salam alaykum“. Als wir kurz erklären, dass wir gerne ein Visum hätten, werden wir gefragt, warum und wohin wir im Sudan reisen möchten. Nach unserer Erklärung und einem genauen Blick in die Pässe bzgl. Stempel aus Israel wird uns ein zweiwöchiges Transitvisum angeboten. Da wir ohnehin nicht länger vorhaben, im Sudan zu bleiben, fragen wir gar nicht länger nach einem normalen Visum und stimmen mit einem „ai shukran“ dankend zu.

Der Botschaftsmitarbeiter teilt uns die Kosten mit: 93 US$ pro Person. Auf die Frage, ob wir mit Äthiopischen Birr zahlen können, verneint er. Mist, also müssen wir die vorhin abgehobenen Birr in US Dollar tauschen, da unsere Dollar-Vorräte im Hotelzimmer und im Auto versteckt sind.

Somit geht’s auf zur nächsten Bank. Diese hat aber keine Lizenz um Geld zu wechseln und schicken uns zur National Bank of Ethiopia. Dort angekommen fragen wir uns durch und werden in der riesigen Bank zum Schalter 69 geschickt. Die Dame am Schalter möchte einen Nachweis sehen, wo wir die 4000 Birr her haben. Wir zeigen ihr den Beleg des Geldautomaten und sie winkt ab, da es kein „offizieller“ Beleg ist. Nach einiger Diskussion schickt sie uns zu ihrem Vorgesetzten, der aber auch gleich ablehnt. Na toll.
Also bleibt uns nichts anderes übrig, als am Geldautomaten dieser Bank nochmal 4000 Birr (ca. 200 Euro) abzuheben, die uns die Bank dann mit viel Formular-Bürokratie in US Dollar wechselt.

Die ganze Aktion hat dann gut eine Stunde gedauert. Also schnell zurück zur Botschaft, da diese um 12:00 Uhr schließt. Wir kommen um 11:15 Uhr bei der Botschaft an und stehen vor verschlossenem Tor. Auf Nachfrage heißt es nur, „wichtiges Meeting“.
Also haben wir zwar heute Morgen die Anträge abgegeben, aber da wir nicht bezahlen konnten, fahren wir wieder unverrichteter Dinge zurück ins Gästehaus.

Also geht’s am nächsten Tag gleich um 9:00 Uhr wieder zur Botschaft. Auf dem Weg dorthin stellt Markus fest, dass er gestern sogar genug US Dollar im Rucksack gehabt hätte. Wir hätten uns also gestern die ganze zeitintensive Aktion sparen können. Da heißt es dieses mal tim (this is markus!) und nicht tia (this is africa).

Auf der Botschaft werden wir wieder gleich nach vorne gewunken, wir bezahlen und fragen vorsichtig, ob es einen Express-Service gäbe. Der Herr sagt uns, er versucht, dass wir am Nachmittag evtl. die Visa haben können.
Die Wartezeit bis zum vermeintlichen Abholen der Visa vertreiben wir uns bei „Wim´s Hollandhouse“, denn dort campen Nicole und Roy. Wir beschließen, gemeinsam unsere Fahrzeuge in einem 40 ft. Container von Port Sudan nach Rotterdam zu verschiffen.
Um Punkt 15:00 Uhr sitzen wir mit Haufenweise Äthiopiern in der Botschaft und hoffen, dass es doch schon heute mit den Visa klappt. Alle im Raum werden aufgerufen und erhalten ihre Pässe. Es vergeht fast eine Stunde und nachdem alle ihre Pässe erhalten haben, kommt dann doch noch ein Botschaftsmitarbeiter und überreicht uns unsere Pässe samt Visa.
Geschafft, es kann also morgen weiter gehen.

11351_993495660674233_5640257451899456447_nHeute, am Mittwoch den 18. März, verlassen wir gemeinsam mit Nicole, Roy und Kevin Addis Abeba. Wir haben beschlossen, zusammen durch den Norden Äthiopiens und den Sudan zu reisen.
Auf der gut ausgebauten N1 fahren wir in nordöstlicher Richtung nach Debre Berhan.
Wir passieren zahlreiche Dörfer und müssen immer wieder Eselskarren auf der Straße ausweichen. Auch die Beladung von manchen LKWs lässt uns ordentlich staunen.

ÄthiopienIMG_1048 ÄthiopienIMG_1116Schon bald wird es deutlich gebirgiger. Wir schrauben uns immer weiter die Berge nach oben und erreichen den Aussichtspunkt Afar Window auf einer Höhe von über 3200 m. Durch einen breiten Spalt in der Felsformation hat man einen grandiosen Blick hinunter in den Ostafrikanischen Grabenbruch.

ÄthiopienIMG_1104 ÄthiopienIMG_1012Nach ca. 60 weiteren Kilometern versuchen wir, das erste Mal in Äthiopien einen Platz zum Bush Camping zu finden. Nach mehreren Versuchen werden wir dann irgendwann ein wenig abseits der Straße fündig. Erstaunlicherweise kommen nicht gleich Scharen von Menschen gelaufen. Scheinbar haben wir einen relativ ruhigen Platz gefunden. Dafür werden wir leider von unzähligen Mücken besucht und Markus so extrem wie noch nie auf der ganzen Reise zerstochen. Dass wir noch nicht im Haupt-Malaria-Gebiet Äthiopiens angekommen sind, lässt uns hoffen.

ÄthiopienIMG_1088Nach einem Frühstück mit Regenbogen und erstaunlicherweise ohne Besucher fahren wir weiter in nördliche Richtung. Wir passieren den Ort Dessie und biegen nach weiteren 145 km auf den „Woreta Highway“ ab, der in westlicher Richtung zum Lake Tana führt. Die Straße hat ihren Namen nicht etwa wegen einer autobahnähnlichen Straße, sondern wegen des Hochplateaus, das der „Highway“ auf der Strecke überquert. Nach einigen kleinen Dörfern zweigt die Piste bei rund 3.300 Metern Höhe Richtung Lalibela ab.
Die Landschaft hier in der Amhara Region ist absolut faszinierend. Es geht immer wieder steile Pässe bergauf und wieder bergab mit fast surreal wirkenden Ausblicken. Immer wieder fahren wir durch kleine Dörfer der Amharen. Die Amharen sind heute das zweitgrößte Volk Äthiopiens. Ihre traditionellen Häuser (Tukul) sind rund und werden aus Lehm und Holz gebaut. Die Dächer krönt meist ein Tongefäß.

ÄthiopienIMG_0036 Äthiopien2015-03-19 um 09-46-56 Dessie und Umgebung Äthiopien2015-03-19 um 09-56-15 Dessie und Umgebung ÄthiopienIMG_1148 ÄthiopienIMG_1173 ÄthiopienLalibela (192)Gegen 16:00 Uhr erreichen wir Lalibela, den Ort der Mythen und des Glaubens. Der Ort ist nach dem berühmtesten König der Zagwe-Dynastie benannt und ist durch seine, auf der Welt einmaligen und zum UNENSCO Weltkulturerbe gehörenden, Felsenkirchen weltberühmt.

Als wir im Tukul Hotel ankommen, wo wir zwei Nächte campen wollen, fängt es an, zu regnen. Wir trinken erstmal einen Kaffee im Restaurant des Hotels, bauen dann das Zelt auf und freuen uns über eine richtig schöne, heiße und saubere Dusche. Wir vereinbaren einen Preis von 300 Birr (ca. 15 €) pro Fahrzeug fürs campen. Für einen sauberen, sicheren Platz mit guten Sanitäranlagen und Internet ist der Preis in Ordnung.

ÄthiopienLalibela (3)Nach einer regnerischen Nacht starten wir 5 gegen 9:30 Uhr mit zwei Tuk-Tuks und unserem Guide bei strahlendem Sonnenschein zu den Felsenkirchen. Wir sind gespannt, ob sich die Investition lohnt. Immerhin kostet mittlerweile der Eintritt pro Person 50 US$ und der Guide 25 US$ für uns alle.

Äthiopien2015-03-20 um 12-20-34 LalibelaAm Vormittag wollen wir uns nur die westliche Gruppe ansehen, die vermutlich im 12. Jh. während der Regierungszeit von König Lalibela errichtet wurde. Alle Felsenkirchen dieser Gruppe wurden von oben nach unten aus dem roten Tuffstein geschlagen. Hält man sich diese Vorstellung vor Augen, sind die Bauwerke schon absolut faszinierend. Seit 2007 werden einige Kirchen durch hässliche Dachkonstruktionen vor Witterungseinflüssen geschützt. Der Schutzwille der UNESCO ist sicherlich positiv, aber die Art und Weise der Dachkonstruktionen trübt oft ein wenig das besondere Erlebnis.
Alles in allem herrscht schon eine besondere, mystische und gläubige Stimmung. Sehr viele Einheimische kommen zum Beten, küssen immer wieder die Felsen und zahlreiche Priester bereiten sich stimmungsvoll auf Palmsonntag und die anstehende Osterzeit vor. Manchmal bekommen wir ganz ehrfürchtig Gänsehaut.

Äthiopien2015-03-20 um 11-24-42 Lalibela Äthiopien2015-03-20 um 10-52-06 Lalibela ÄthiopienLalibela (60) ÄthiopienLalibela (35) ÄthiopienLalibela (28) ÄthiopienLalibela (30) ÄthiopienLalibela (37) ÄthiopienLalibela (19) ÄthiopienLalibela (101) ÄthiopienLalibela (91) ÄthiopienLalibela (170) ÄthiopienLalibela (70) ÄthiopienLalibela (69) ÄthiopienLalibela (134) ÄthiopienLalibela (115) ÄthiopienLalibela (154) Äthiopien2015-03-20 um 11-45-03 Lalibela ÄthiopienIMG_0077 Nach einer Mittagsrast auf unserem Stellplatz ziehen wir erneut los und möchten die östliche Gruppe besuchen, die schon im 11. Jh. errichtet wurde.
Zuerst schauen wir uns aber die von beiden Gruppen abgelegene und als Prunkstück aller Felsenkirchen geltende Kirche des hl. Georg an. Die Kirche ist in Form eins griechischen Kreuzes gesamthaft aus dem Fels herausgeschlagen, also komplett monolithisch (freistehend). Beim wunderschönen Nachmittagslicht und ganz ohne andere Touristen sind wir von dieser Kirche am meisten von allen fasziniert. Gott sei Dank wurde hier bislang auch noch kein Dach über die Kirche gebaut.

ÄthiopienLalibela (252) ÄthiopienLalibela (229) Äthiopien2015-03-20 um 15-41-00 Lalibela ÄthiopienLalibela (244)Und hier noch einige Impressionen unseres Besuchs der östlichen Kirchengruppe.

ÄthiopienLalibela (299) ÄthiopienLalibela (297) Äthiopien2015-03-20 um 16-25-54 Lalibela ÄthiopienIMG_0149 ÄthiopienIMG_0078 ÄthiopienLalibela (275) ÄthiopienLalibela (1)Bevor wir heute Morgen aufbrechen, nutzen wir noch das Internet des Hotels, um unseren Heimflug von Sudans Hauptstadt Khartoum am 09. April zu buchen. Jetzt rückt die Heimreise doch schon sehr nahe.
Wir entscheiden uns, Richtung Axum zu fahren, auch wenn uns der Ort selber mit seiner sicherlich eindrucksvollen Geschichte und auch den bedeutenden Kirchen und Stelen nicht wirklich interessiert.
Viel mehr reizt uns die Strecke dorthin. Deshalb fahren wir nicht die Hauptverbindung N1, sondern wählen als direkten Weg die Piste von Lalibela Richtung Norden.
Diese Strecke ist für uns landschaftlich gesehen ein absolutes Highlight auf unserer gesamten Afrikareise. Es geht immer wieder Pässe bergauf und bergab und man hat immer wieder atemberaubende Ausblicke auf grandiose Berg- und Felsformationen.

ÄthiopienIMG_1593 ÄthiopienIMG_1640 ÄthiopienIMG_1667 ÄthiopienIMG_1651 ÄthiopienIMG_1691Auf etwa der halben Strecke zwischen Lalibela und Axum finden wir eine Stelle mit tollem Ausblick und beschließen, dass wir hier unser Lager zum Bush-Camping aufschlagen. Dieses Mal dauert es aber kaum mehr als 2 Min. und die ersten Kinder kommen gelaufen, obwohl niemand zu sehen war, als wir angehalten haben. Erstaunlicherweise werden wir aber nicht gleich mit „you you you, give me money“ oder mit „give me pen, give me Birr“ begrüßt. Man merkt gleich, dass diese Route nicht unbedingt so oft von dummen Touristen, die den Kindern ständig irgendetwas geben, befahren wird.

Die Kinder sind zunächst eher zurückhaltend aber natürlich total interessiert an unseren Autos, sowie an dem kleinen Kevin und natürlich seinen Spielsachen. Somit sind die Kommunikationsbarrieren schnell überwunden und sowohl die Kinder als auch die mittlerweile eingetroffenen Erwachsenen sind von allem was sie sehen, total fasziniert.
Da aber nicht gebettelt wird, ist die Situation für uns auch nicht unangenehm, sondern eine wirklich nette Erfahrung.

Nach einiger Zeit kommt auch noch ein vollbesetzter Minibus mit einem platten Reifen vorbei. Markus hilft ihnen dabei, mit unserem Kompressor, die Reifen wieder aufzupumpen. Die Männer sind absolut begeistert und sehr dankbar.

ÄthiopienIMG_0250 ÄthiopienIMG_1706 ÄthiopienIMG_1734 ÄthiopienIMG_1719 ÄthiopienIMG_1749 Äthiopien2015-03-21 um 16-28-15 zwischen Sekota und Abergele Äthiopien2015-03-21 um 16-53-57 zwischen Sekota und Abergele ÄthiopienIMG_1776Erst als wir zu Abend essen wollen, müssen wir die Menschenschar ein bisschen energischer zum Heimgehen auffordern. Irgendwann wollen wir dann doch mal wieder unsere Ruhe. Zumal wir davon ausgehen, dass die Meute morgen früh, wenn wir aufwachen, sicher schon wieder mit großen Augen vor unseren Fahrzeugen stehen wird.

Und so ist es dann auch. Nach einer stürmischen Nacht mit ordentlich Regen gehen Tom und Nicki schon zeitig auf Fototour um die tolle Landschaft beim Sonnenaufgang festzuhalten.

ÄthiopienIMG_1820Als Markus dann gegen 7:00 Uhr aus dem Zelt krabbelt, wird er, wie nicht anders erwartet, von vielen neugierigen Augen beobachtet.
Und so sieht es aus, wenn man in Äthiopien beim Bush-Camping aufsteht. Das muss man auch nicht unbedingt jeden Tag haben.

ÄthiopienIMG_1854 ÄthiopienIMG_1860 ÄthiopienIMG_1870Nach dem Frühstück geben wir den Kindern noch unsere leeren Wasserflaschen (ja, sie wollen die leeren) und wir werden herzlich verabschiedet. Erneut geht es wieder über eine gute Piste mit einer hammermäßigen Landschaft weiter.

ÄthiopienIMG_1933 ÄthiopienIMG_1927 ÄthiopienIMG_1939 ÄthiopienIMG_1941 ÄthiopienIMG_1958 ÄthiopienIMG_1974Als wir am späten Nachmittag Axum erreichen, werden wir von einem ordentlichen Hagelschauer überrascht.
Wir bleiben im Hinterhof des Kaleb Hotel über Nacht stehen. Nicht wirklich ein schöner Platz zum Schlafen, aber immerhin haben wir eine Toilette, es gibt gute Pizza und wir haben nicht das halbe Dorf zu Gast. Dafür aber die halbe Nacht Musik aus dem Nachtclub gegenüber. Hmmm, da fragt man sich, was besser ist?

Auf unserer letzten Etappe in Äthiopien wollen wir noch an den Tana-See. Der Weg von Axum dorthin führt über einen sensationellen Pass, den Wolkefit-Pass (3100 m) am Rande des Semien Nationalparks, in dem sich auch der mit 4620 m höchste Berg Äthiopiens befindet. Die bizarre Landschaft mit ihren Tafelbergen, Schluchten, Abhängen und Serpentinen ist mega faszinierend und aufregend zugleich.

Unterwegs legen wir wieder einen Bush-Camp Stopp ein, bei dem wir natürlich sofort wieder von Kindern belagert werden. Dies trübt aber nicht die wirklich sensationelle Landschaft in dieser Region Äthiopiens.

ÄthiopienIMG_1992 ÄthiopienIMG_2049 ÄthiopienIMG_2069 ÄthiopienIMG_2081 ÄthiopienIMG_2118Heute morgen fahren wir noch das letzte Stück den Wolkefit Pass hoch und erreichen den kleinen Ort Debark. Ab hier haben wir wieder gute Teerstrasse und fahren weiter nach Gondar. Diese ehemalige Kaiserstadt lassen wir mehr oder weniger links liegen und fahren auf einer Piste weiter.

ÄthiopienIMG_2133 ÄthiopienIMG_2026Total eingestaubt erreichen wir nach einer weiteren Stunde ab Gondar den Tana-See. Er liegt inmitten einer hügeligen Landschaft in einem kesselförmigen großen Becken in einer Höhe von ca. 1.786 m über dem Meeresspiegel. Er ist ca. 70 km lang und bis zu 65 km breit und hat eine Fläche von mehr als 3.000 km². Somit ist er ca. 3-mal so groß wie der Bodensee.
Der natürliche Abfluss des Sees ist der Abbai, wie der Blaue Nil in Äthiopien genannt wird. Als wir das Tim & Kim Restcamp erreichen, sehen wir zwei uns sehr bekannte Fahrzeuge auf der Campsite.
Unsere Schweizer Freunde, Stina und Turi sowie Theres und Daniel sind da.
Schön, dass wir die Vier doch noch einmal in Äthiopien treffen.
Wir bleiben zwei Nächte am Tana-See. Leider kann Markus das Ganze nicht genießen, da es ihn jetzt zum Ende hin doch auch noch mit einer üblen Magen-Darm-Verstimmung erwischt hat.

ÄthiopienIMG_2139 ÄthiopienIMG_2152Heute, am Donnerstag, 26.03. stehen wir bereits um 6:00 Uhr auf, da wir rechtzeitig vor der Mittagsruhe am Grenzübergang in den Sudan sein wollen.

Wie es im letzten Land unserer Reise sein wird, dazu mehr im nächsten Beitrag.

 

FAZIT ÄTHIOPIEN:

Äthiopien hat uns mit seinen freundlichen Menschen, den atemberaubenden Landschaften und interessanten Stämmen in seinen Bann gezogen. Aber auch mit seiner schockierenden Armut und der vielen Bettelei manchmal die Luft zum Atmen genommen. Oft hat man das Gefühl, die Menschen sehen die Touristen nur als Vieh an, das man melken kann.
Alles in Allem waren wir aber sehr berührt von dem Land und sind wirklich froh, dass wir uns nach so vielen Überlegungen doch zu einer Reise dorthin entschlossen haben.

5 Kommentare

  1. Maria & Werner

    Wieder einmal atemberaubend schöne Bilder, sehr informativ euer Bericht! Ihr seid ja schon auf der Zielgeraden! Wahnsinn wie die Zeit vergeht! Für die letzen Etappen weiter gute Fahrt! Wir sehen uns!!!

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  2. Knossalla manfred und ilse

    Hallo tom u markus. Einfach berauschend eure bilder u schilderungen. Genießt eure letzten tage in afrika und kommt gesund zurück. Wir freuen uns schon auf eure erzählungen bei bayerischer brotzeit und bier. Herzliche grüße manfred und ilse

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  3. Renate Doktor-Froben

    Hallo Jungs,
    wir freuen uns, dass es Euch gut geht und die Vielzahl der Eindrücke von Landschaften und seiner Menschen genießen dürft. Das Tana Gebiet hat mir sehr gut gefallen und Euren christlichen Beistand habt Ihr Euch auch eingeholt, so wird die Rückreise sicherlich gelingen. Ich wußte gar nicht, daß Ihr so große Menschenflüsterer seid und ich bin begeistert von den vielen Kontakten, die Ihr zu völlig fremden Menschen aufbaut. So ist Afrika . Die abendlichen Spaziergänge mit Pluto gefallen mir und werden mir fehlen, ausgenommen das Wetter spielt verrückt.
    Auch dann sind wir beide uns einig und verkürzen etwas die Wegstrecke.
    Wir drei freuen uns riesig auf das Wiedersehen, wobei Pluto die wichtigsten Vorstellungen davon hat, er ist halt PC-untauglich.
    Wir denken oft an Euch und wünschen noch eine glückliche Zeit, wobei die westeuropäische Zukunft leider schon auf Euch wartet.
    Schöne Ostern in Afrika und alles Gute wünschen Euch von Herzen
    Renate und Bernd

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  4. Vielen Dank für eure lieben Kommentare.
    Mittlerweile sind wir im Sudan, genauer gesagt seit heute schon in Port Sudan. Hier verabschieden wir uns am 6. April von MUZ, den wir dann auf die Reise nach Rotterdam schicken. Für uns heißt es am 9. April Abschied nehmen von unserem Abteuer Afrika. Wir fliegen von Khartoum über Istambul nach München.
    Wir freuen uns aber auch wieder sehr auf zu Hause. Auf Pluto, auf unsere Familien, die Freunde, die Wohnung, gute Brezn und vieles mehr.

    Euch allen ein schönes Osterfest.

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