Planet Cruiser.

Abschleppen extrem. Oder. Wo ist die versteckte Kamera?

13.10. – 14.10.14 (Tag 29 – Tag 30)

Endlich ist Montag und wir warten ungeduldig auf die Hilfe. Peter von der Weimann`s – Garage ruft uns kurz an und teilt uns mit, dass der Fahrer bereits um 4 Uhr morgens in Outjo losgefahren ist. Somit sollte er gegen 14 Uhr bei uns sein, da er laut Peter um 10 Uhr in Sesfontein war und für diese Offroadpiste braucht man ca. 4 Stunden.

Gegen 15 Uhr kommen wir endlich los. Wir auf der Pritsche des Pick-Up (da vorne nur noch 1 Sitzplatz ist) und MUZ auf dem Anhänger. Die ersten 40 Km gehen recht gut und zügig. Wir sagen noch, super, das läuft ja ganz gut. Doch kaum ausgesprochen stecken wir plötzlich im Sand eines breiten Flussbetts fest. OK, jetzt kommen unsere Sandbleche zum Einsatz. Doch der Pickup gräbt sich nur noch weiter ein. Isaac und wir schaufeln, graben und schleppen Steine, um wieder festen Untersatz zu bekommen. Aber das alles hilft nix. Wir sind definitiv zu schwer und MUZ muss runter vom Anhänger. Nach weiterem anstrengendem Buddeln schafft es Isaac endlich, mit dem Pickup und dem Anhänger hier loszukommen und fährt erst mal ca. 100 Meter ans andere Ende des Flussbetts. Ohne Anhänger kommt er wieder zurück und zieht nun unseren MUZ dort raus.

kIMG_1690 kIMG_0015kIMG_0013kIMG_0011 kIMG_0016 Puhhh, das wäre also geschafft und es kann wieder weitergehen. Doch jetzt haben wir ein ganz anderes Problem. Isaac möchte den MUZ wieder auf den Anhänger ziehen, nur, die Seilwinde ist aus der Ankerung gebrochen und hat sich auch noch verhakt. Also, das kann doch nicht wahr sein! Was nun? Uns bleibt nur, den MUZ mit unserem Seil am Anhänger zu befestigen und so weiter abgeschleppt zu werden.

Doch nach weiteren 10 Km stecken wir erneut bei einer Flussbettquerung im Sand fest. Na toll, die ganze Arie mit Freischaufeln, Pickup und Anhänger erst mal alleine raus und dann den MUZ wieder holen also nochmal. Es geht wieder los und wir denken, hoffentlich kommt kein weiteres Flussbett mehr. Tut es auch nicht, dafür löst sich auf einmal der Anhänger vom Pickup und wir rollen mit unserem MUZ hinterm Anhänger aber ohne Pickup weiter. SCHEISSENDRECK! Sind wir hier bei „Verstehen Sie Spaß“? Isaac hat wohl beim letzten Mal Anhänger hin und weg die Kupplung nicht richtig gesichert. Gott sei Dank ist ja nix passiert!

Wir rollen wieder dahin und es fängt schon an dämmrig zu werden. Plötzlich hält Isaac an. Wir denken noch, was kann jetzt noch kommen? Er fragt uns, was wir davon halten, dass wir etwas links von der Piste zum kleinen Hügel rüberfahren. Er würde dann den Pickup samt Anhänger so positionieren, dass diese unterhalb des Hügels stehen und wir mit MUZ noch oberhalb davon. So könnten wir doch das Gefälle ausnutzen, um den MUZ wieder auf den Anhänger zu rollen. WIE BITTE? Markus denkt, Isaac scherzt mit uns. Hmmm, also, das ist zwar schon ein waghalsiger Plan, aber so schlecht ist er auch wieder nicht. Außerdem wird es ja gleich dunkel und auf diesen sehr schlechten Pisten hinter dem Anhänger hergezogen zu werden macht wirklich keinen Spaß. Gesagt getan, nach ca. 10 Minuten steht MUZ doch tatsächlich wieder auf dem Anhänger. Was sind wir froh und glücklich. Jetzt kann es endlich wieder auf die „richtige“ Abschleppweise weitergehen. Es sind noch ca. 40 Km übelste Wellblechpiste und einige Hügel in der Dunkelheit zu überwinden bis wir endlich in Sesfontein ankommen. Wir fahren noch ein Stück auf der besseren Gravelroad weiter und übernachten in der Khowarib Lodge (ca. 20 km südlich).

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