Planet Cruiser.

Letzte Testfahrt. Oder Bora. Was hält unser Dachzelt aus?

Als wir München bei 5°C verlassen, hoffen wir bei unserer letzten Testfahrt vor unserem großen Abenteuer auf schönes Wetter und entspanntes Camping in Kroatien. Bereits nach dem Tauerntunnel scheint uns schon die Sonne ins Gesicht und die Temperaturanzeige im Auto klettert schnell über 20°C. Doch mit einem hätten wir im Juni nicht gerechnet… Bora … aber dazu später.

Für unsere erste Nacht auf dem Weg Richtung Inselwelt von Kroatien verbringen wir auf einem Autocamp in Senj. Das Areal des Campingplatzes ist riesig und derzeit sind auch nur wenige unserer geliebten Spezies der „Wohnmobilisten“ bzw. „weißen Flotte“ auf dem Platz. Da wir mit MUZ ja auch in etwas abgelegenere Ecken kommen, finden wir doch ein lauschiges Plätzchen, wo uns keiner sieht und wir auch niemanden sehen müssen.

Schnell ist unser Schlafzimmer aufgeklappt und das Sundowner-Bier geöffnet. Die Windböen, die wir beim Fahren schon immer bemerkt haben, haben auch nachgelassen. Wunderbar, denken wir uns.

Da wir heute keine Lust mehr haben zu Kochen (und auch doch immer wieder ein Windstoß kommt, was das Kochen auf dem Gaskocher nicht so einfach macht), entscheiden wir uns, ins Restaurant des Campingplatzes zu gehen. Dass wir da die einzigen Gäste sind, wundert uns nicht sonderlich, da ja auch nicht viele Urlauber auf dem Platz sind. Und „Greti und Pleti :-)“ können ja in ihren voll ausgestatteten Wohnmobilküchen auch wunderbar kochen (auch trotz Wind).
Als es dann bei der Essensauswahl doch nur das „Nationalgericht“ gibt und diese, als Civapcici verkleideten, fettig und verkohlten Briketts dann auf dem Tisch landen, wundern wir uns nicht mehr, dass wir die einigen Gäste sind.
Aber dank Slivovic überstehen wir auch diese Herausforderung.

Die nächste Herausforderung lässt aber nicht lange auf sich warten. Bereits beim abendlichen Rotweingenuss merken wir, dass die Windböen wieder zunehmen. Da es aber immer nur vereinzelte Windstöße sind, denken wir uns noch, wird schon nicht so ne schlimme Nacht werden. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Also, Pluto ins Auto und ab ins Dachzelt, da wir von der Fahrt doch recht müde sind.
Aber schnell merken wir, dass es dank Bora eine unruhige Nacht werden wird. Unruhig ist dann doch etwas untertrieben. Nicht umsonst heißt es, die Bora gehört zu den stärksten Winden der Welt mit Windgeschwindigkeiten bis zu 250 km/h. Auch wenn es diese Geschwindigkeit nicht war, machen wir in dieser Nacht kein Auge zu. Immer wenn man meinte, der Wind lässt nach, hört man die nächste Böe anrauschen und ich hatte definitiv Angst, dass das Auto umkippt oder zumindest das Dachzelt aus den Halterungen gerissen wird.
ABER. Windböentest auf unserer Testfahrt bestanden. Auch wenn wir keine Minute geschlafen haben (ich denke, Pluto auch nicht), ist am Morgen noch alles dran am Dachzelt.

Mit genügend starkem Espresso sieht die Welt nach der Nacht auch gleich wieder besser aus und auch Pluto scheint ganz fit zu sein.

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Bei unserer weiteren Fahrt Richtung Süden werden wir auf der Küstenstraße immer wieder mit traumhaften Ausblicken belohnt uns somit ist die schlaflose Nacht schnell vergessen.

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Die nächste Nacht verbringen wir auf einem Campsite in der Nähe von Staringrad. Da am Abend wieder unsere liebe Bora meint, sie müsse nochmal zeigen, was sie drauf hat, bietet uns die Besitzerin des Campsites an, in einem Bodenzelt  oder einem alten Wohnwagen von ihr zu schlafen.

Wir machen den Fehler und entscheiden uns für den Wohnwagen. Fehler deshalb, da die Bora dann nachts doch wieder nachgelassen hat, wir aber in dem kleinen Wohnwagen gefühlte 50 Grad und 30 Mücken hatten, die uns dann wiederum kaum ein Auge zu machen ließen. Die Mükenstiche bereiten uns dann die nächsten Tage dann noch viel „Freude“.

Früh am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg nach Zadar, da unsere Fähre auf die Insel Dugi Otok bereits um 09:30 Uhr ablegt.

Auf Dugi Otok genießen wir dann ein paar Tage Ruhe ohne Bora auf dem Campsite Kargita. Da die Pfingstferien erst in einer Woche beginnen, ist Gott sei Dank noch relativ wenig los.

 

Für uns 3 heißt es jetzt erstmal ….. schlafen, relaxen und abhängen.

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kIMG_1698 kIMG_1701 kIMG_1855An das „Abhängen“ können wir uns gewöhnen und bleiben somit länger als eigentlich geplant. Die nächsten vier Tage erkunden wir mit unserem MUZ immer wieder die wunderschöne Insel.

kIMG_1607 kIMG_1626 kIMG_1648 kIMG_1652 kIMG_1843Unser Rückweg soll uns über Slowenien führen, da uns die Landschaft von dort bereits letztes Jahr absolut begeistert hat.
Da die gesamte Strecke von Dugi Otok bis zu unserem geplanten Campingplatz in Slowenien zu weit ist, legen wir nochmal Stopp in Kroatien auf der Höhe von Senj ein ….

kIMG_1892…. und dann geht es Richtung Slowenien.

Hier verbringen wir die letzte Nacht im Camp Vili (http://www.camp-vili.si), direkt am wunderschönen Fluss Soča. Ein absolut empfehlenswerter, sehr entspannter Campsite (wenn man nicht gerade in der Hauptsaison dort ist).

kIMG_1903 kIMG_1905Alles in allem: Letzte Testfahrt bestanden …. das Abenteuer im September kann kommen.

 

 

 

 

 

 

 

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