Planet Cruiser.

Zagora – Mhamid. Wiedersehen mit Said.

Die letzte Nacht vor Zagora war endlich mal nicht so kalt wie die letzten Nächte. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den restlichen Weg nach Zagora, um dort die ominöse Tasche in der Herberge los zu werden.
In Zagora merken wir schon, wie der Wind immer mehr zunimmt und selbst im Ort merkt man schon deutlich den aufgewirbelten Sand. Schließlich befinden wir uns ja auch schon in den Ausläufern der Sahara. Nach Mhamid sind es noch ca. 100 km.
Wir liefern die Tasche ab, bekommen dort noch einen herzlichen Empfang und natürlich auch einen Minztee.
Da wir aber nicht zu spät in Mhamid ankommen wollen, halten wir uns nicht länger in Zagora auf gehen wieder auf die Piste.

Bei einer Brotzeitpause auf halber Strecke merken wir schon, dass der Wind nicht nachlässt. Aber das kann sich in der Gegend doch immer rasch wieder ändern.
Gegen Mittag erreichen wir den Ort Mhamid am Rand der Wüste. Dort möchten wir gerne einen Stopp im Dar Sidi Bounou (www.darsidibounou.com) einlegen. Diese Unterkunft haben wir bereits im letzten Jahr gemeinsam mit unserer Freundin Andrea besucht. Dieses wunderschön in einer Palmenoase gelegene Daubhaus wurde von der kanadisch/britischen Künstlerin Nancy dem Berber Daoud liebevoll renoviert und gestaltet. Unterstützt werden die beiden vom herzlichen Said. Besonders Said haben wir auf unserer letzten Reise sehr ins Herz geschlossen, da er uns mit uns mit Kamelen in die Wüste marschiert ist, uns dort fantastisch bekocht haben und dort dann unter einem fantastischen Sternenhimmel übernachtet hat.

Alle 3 erkennen uns sofort wieder und wir werden gewohnt herzlich empfangen. Gemeinsam mit Nancy genießen wir eine wunderbare Tagine und tauschen interessante Geschichten aus.

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Mit einem Abschiedsgeschenk von Said (ein aus Palmblättern schnell geflochtenes Kamel) machen wir uns daraufhin wieder auf den Weg und fahren auf sandigen Pisten entlang der algerischen Grenze Richtung Dünengebiet Erg Chegaga.
Leider zwingt uns am Nachmittag ein fieser Sandsturm zum vorzeitigen Stopp. Wir beschließen, die Nacht erst mal hier zu bleiben und versuchen, hinter einer kleinen Düne mit Büschen etwas Schutz vor dem Sandsturm zu finden.

Im Moment lässt der Wind nach und Markus nützt die Gelegenheit und sammelt schon mal Feuerholz. Ohne Feuer würden wir uns den Arsch am Abend abfrieren. Pluto findet es hier natürlich wieder superklasse, da er wie ein Wildhund machen darf, was er will.

Sehr schnell wird er dunkel und wir kochen uns schnell einen heißen Gemüseeintopf. In dem Moment, als wir anfangen zu Essen, überrollt uns förmlich die nächste Sandsturmwolke und wir können nur noch schnell mit Teller in der Hand ins Auto flüchten. Trotzdem wird aus dem Gemüseeintopf schnell ein Eintopf mit Sandeinlage. Aber was hilft es, wir haben Hunger.
Nach einiger Zeit lässt der Sandsturm Gott sei Dank etwas nach und wir können doch noch das Feuer anzünden. Trotz Feuer wird es wieder sehr schnell kühl und wir sitzen fast im statt am Feuer. Dementsprechend riechen wir nach kürzester Zeit wie ein geräucheter Speck. Dieser Geruch in den Jacken und Decken wird uns sicher noch lange begleiten.
Bis Mitternacht halten wir es nicht mehr aus, auch wenn Toms Geburtstag vor der Tür steht. Nach ein paar Gläschen Rotwein klettern wir müde und geräuchert ins Dachzelt.

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